Die Story: Lustiger als das kommunistische Manifest

„Comeback - Das Karl Marx Musical“ - eine schrille Verwechslungskomödie!

 

Die Story spielt in London zur Zeit einer großen Banken- Finanzkrise (also eigentlich jederzeit).

 

Die Geschäfte des Musikers Marc S. laufen schlecht. Das könnte daran liegen, dass er einfach nicht auf die Idee kommt, zu arbeiten. Sein Vermieter findet das nicht so

prickelnd und wirft ihn aus der Wohnung. Marc S. stromert durch die Stadt, doch er wird überall davongejagt. Nur auf einem alten Friedhof lässt man ihn in Ruhe. Und so schlägt er sein Lager hinter einem großen, und sehr, sehr hässlichen Grabstein auf.

Währenddessen ist in der Londoner Niederlassung der First Pickpocket Bank Hochstimmung angesagt. Der Vorstandsvorsitzende Manfred Acreman organisiert

seine alljährliche Bilanzparty mit reichlich Koks und Schnaps und Schnecken. Dumm nur, dass er dabei ganz vergessen hat, dass seine Tochter Jenny Geburtstag hat.

Ihre Mutter ist seit Jahren tot, doch Acreman, der geldgierige Rabenvater, kümmert sich nicht um sie; er hat nur sein Geld im Kopf. Erst die russische Putzfrau Miss

Abroomowitch erinnert den Vater an seine Pflichten. Acreman bestellt ein vergoldetes Flugzeug als Geschenk, weil ihm gerade nichts teureres einfällt. Doch es ist schon zu spät. Jenny hat beschlossen, sich das Leben zu nehmen, um es ihrem Vater mal so richtig zu zeigen. Auch sie irrt durch die Stadt und landet auf dem alten,

verwilderten Friedhof. Leider fehlt ihr die einschlägige Selbstmorderfahrung. Sie hat sich ja bisher noch nie erfolgreich umgebracht. Als sie kurz den Strick, mit dem sie sich aufhängen wollte, aus den Augen lässt, ist der verschwunden. Marc S., (neuerdings wohnhaft hinter dem hässlichen Grabstein), hat ihn sich gegriffen und

zum Gürtel für seine rutschende Hose umfunktioniert. Jenny ist verzweifelt. Marc S. fasst sich ein Herz und gibt sich zu erkennen. Er kümmert sich um das verzweifelte

Mädchen. Er ist pleite, schmuddelig, aber menschlich und einfühlsam. Er ist ein Typ mit Idealen, die alle nichts mit Geld zu tun haben. Er schafft es, Jenny mit ein paar

fröhlichen Liedern zu erheitern und Jenny verfällt seinem humorvollen Charme. Sie verlieben sich, doch an eine Erfüllung ihrer Sehnsüchte ist nicht zu denken. Zu groß

sind die Klassenunterschiede der beiden. Jenny geht und lässt Marc S. mit verdrehtem Kopf zurück. In der First Pickpocket Bank steigt unterdessen die große Bilanzparty. Gerade will die Stimmung ihren Höhepunkt erreichen, da platzt mal wieder eine fette Finanzblase. Die First Pickpocket Bank ist pleite und aus der riesigen Torte springt statt dem Fernsehballett der Gerichtsvollzieher. Acreman ist am Boden. Er ruft seinen mysteriösen Berater Rasputin Mammonson, dem ein Ruf als allmächtiger Finanzmagier vorauseilt. Die marode Wirtschaft ist nur noch mit Voodoo-ähnlicher Zauberei am Laufen zu halten. Rasputin ist dafür der richtige Mann. Er ist auch bereit zu helfen, aber nur, wenn er dafür Jenny und die Familienpretiosen bekommt. Acreman willigt ein. In seinen Augen ist das ein gutes Geschäft: Die Rettung seiner Bank gegen ein paar Klunker und seine bescheuerte Tochter. Mammonson hat einen abenteuerlichen Plan: Weil Karl Marx die immer wiederkehrende Krise vorausgesagt hat, soll er einfach seine Thesen widerrufen. Weil Marx aber zum Zeitpunkt der Handlung schon über 100 Jahre tot ist, hilft nur eins: Ab zum Friedhof und seinen Geist beschwören. Eine absurde spiritistische Prozession setzt sich in Gang, angeführt vom fledermausigen Mammonson. Doch das makabere Ritual vor dem Grab von Karl Marx weckt den falschen Geist: Marc S. kommt schlaftrunken hinter dem Grabstein hervor und die Banker werfen sich voll Ehrfurcht in den Staub. Hochstapler Mammonson ist nicht entzückt von der unverhofften Reinkarnation. Doch um nicht aufzufliegen baut er die Erscheinung in seine absurde Show ein. Die Banker nehmen Marc S. mit und stecken ihn erst mal in eine goldene Badewanne, wo Miss Abroomowitch den müffelnden, vermeintlichen Wirtschaftsphilosophen auf Hochglanz schrubbt. Jenny traut ihren Augen nicht. Der Mann der ihr als Karl Marx vorgestellt wird, ist ihr geliebter, musikalischer Spaßvogel. Die beiden beschließen, sich nicht mehr zu trennen und bei nächster Gelegenheit miteinander zu verschwinden. Marc findet jedoch zunehmend Gefallen an der luxuriösen Welt, in die es ihn verschlagen hat. Die Banker organisieren eine Widerrufsparty, zu deren Höhepunkt die marxschen Thesen widerrufen werden sollen. Jenny und Marc beschließen, auf dem Höhepunkt der Feierlichkeiten (wenn alle Beteiligten betrunken sind), zu fliehen. Sie weihen die Putzfrau Abroomowitch, die einzige Vertraute Jennys, in ihren Plan ein. Miss Abroomowitch ist einverstanden und steuert ihr frisiertes russisches Moped als rasantes Fluchtfahrzeug bei. Doch Mammonson hat gelauscht und weiß jetzt, wo der Hase lang- bzw. wegläuft. Er greift sich Marc und droht, ihn auffliegen zu lassen. Das hieße für Marc, dass er sofort rausgeworfen wird und Jenny nie wiedersieht. Dann bietet Mammonson Marc einen Deal an: Wenn er die dämliche Widerrufsshow bis zum Ende mitspielt, soll Marc so viel Geld bekommen, dass er mit Jenny bis an sein Lebensende sorgenfrei leben kann. Marc hat nur noch das gemeinsame Leben mit Jenny im Kopf, vergisst seine Ideale und willigt ein. Doch der wahre Plan von Mammonson ist ein anderer: Er will Marc nach dem

Widerruf umbringen und sich Jenny und den Schmuck greifen. Marc weiht Jenny in seinen Plan vom leistungslosen Wohlstand bis ans Lebensende ein. Jenny ist entsetzt, sie erkennt ihren Marc, den Lebenskünstler ohne finanzielle Interessen nicht mehr wieder. Es kommt zum Streit, die beiden stieben auseinander. Mammonson ist am Ziel, er hat einen Keil zwischen Jenny und Marc getrieben. Mammonson überredet Jenny, ihn zur Party zur begleiten. Am Abend der Widerrufsparty soll der Widerruf der marxschen Thesen förmlich zelebriert werden. Die Banker und Acreman sind so betrunken, dass Acreman bei seiner Ansprache vom Podium purzelt. Marc betritt das Podium. Die Banker sind begeistert. Marc sieht Mammonsons Annäherungsversuche gegenüber Jenny und ihm platzt der Kragen. Er lässt die Party platzen und hält den Anwesenden ein glühendes Plädoyer für eine Welt, die von der Liebe und nicht vom Geld regiert wird. Jenny erkennt den alten Marc wieder und verzeiht im seinen zwischenzeitlichen Sinneswandel. Marc nimmt Jenny bei der Hand und will mit ihr gehen. Doch Mammonson will sie zurückhalten und zieht eine Waffe. Jenny wirft sich schützend vor Marc, Acreman schützend vor seine Tochter, Abroomowitch vor

Acreman und eigentlich wirft sich jeder schützend vor jeden. Dann fällt ein Schuss. Die Beschossenen taumeln auseinander - Miss Abroomowitch sinkt tödlich getroffen

zu Boden. Mammonson steigt über ihren leblosen Körper um seinen Mord an Marc zu vollenden, doch noch ist ein Funken Leben in der zähen Russin. Sie piekt Mammonson ihren Besenstiel in den Rücken und erklärt ihn für verhaftet. Mammonson lässt sich täuschen und wirft die Waffe weg. Die herbeigerufene Polizei verhaftet ihn. Miss Abroomowitch haucht ihr Leben in Jennys Armen aus. Acreman muss erkennen, dass er nun doch unwiderruflich pleite und auf einen faulen Zauberer hereingefallen ist. Er hat alles verloren, doch die Liebe seiner Tochter hat er wieder gewonnen. Als er sein Leben für sie riskiert hat, hat er bewiesen, dass er doch wie ein echter Vater handeln kann. Die Familie berappelt sich und wandelt das Bankhaus kurzerhand in eine Kneipe um. Der First Pocketpig Pub wird ein voller Erfolg, nicht zuletzt, weil Marc S dort jeden Abend die Bühne rockt. Acreman wird glücklicher Wirt, Jenny die glückliche Frau von Marc, Marc ein glücklicher Mann und Musiker und Miss Abroomowitchs Besen wird auch glücklich, denn er wird vergoldet und zur Erinnerung an seine Besitzerin in der Kneipe ausgestellt. HAPPY END!!!

 

COMEBACK - Das Karl Marx Musical ist verlegt im Musikverlag Brotmann & Töchter GmbH, admin. durch Bosworth Music GmbH, Berlin.

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